Gerichte-Magazin · Indische Küche

Butter Chicken: Herkunft, Geschmack & Zubereitung

Butter Chicken (Murgh Makhani): wie der cremige Klassiker in Delhi entstand, wie er zubereitet wird und was dazu passt. Halal in Berlin-Köpenick.

5 Min. LesezeitHalal · ohne Alkohol

Butter Chicken

Butter Chicken gehört zu den Gerichten, die fast jeder mag – und kaum jemand weiß, wie jung es eigentlich ist. Zarte, rauchig gegrillte Hähnchenstücke in einer seidigen Sauce aus Tomaten, Butter und Sahne: So schmeckt ein Klassiker, der erst vor gut 75 Jahren in einer Restaurantküche in Delhi entstand. In Indien heißt er Murgh Makhani – „Huhn in Butter“.

Auf einen Blick

  • Name: Butter Chicken, auf Hindi Murgh Makhani (makhan = Butter)
  • Herkunft: Delhi, Nordindien, Ende der 1940er-Jahre
  • Geschmack: mild, cremig, leicht rauchig, mit feiner Süße und Säure
  • Typische Zutaten: Hähnchen, Joghurt, Tomaten, Butter, Sahne, Garam Masala, Kasuri Methi
  • Dazu: Naan, Basmatireis, Raita

Ein Gericht aus Resten: Delhi nach 1947

Die Geschichte beginnt mit der Teilung Britisch-Indiens im Jahr 1947. Wie Hunderttausende andere verließen auch Kundan Lal Gujral und Kundan Lal Jaggi ihre Heimatstadt Peschawar – heute Pakistan – und gingen nach Delhi. Im Viertel Daryaganj eröffneten sie ein neues Moti Mahal, ein Restaurant, das mit seinem Tandoor, dem traditionellen Lehmofen, und seinem Tandoori Chicken schnell stadtbekannt wurde.

Ein Problem blieb: Gegrilltes Hähnchen, das nicht sofort verkauft wurde, trocknete aus. Die Lösung war so einfach wie genial. Die Köche gaben die übrigen Stücke in eine Sauce aus Tomaten, Butter und Sahne, in der das Fleisch wieder saftig wurde. Aus der Resteverwertung einer Restaurantküche wurde eines der bekanntesten Gerichte Indiens. Auch das Linsengericht Dal Makhani wird dem Moti Mahal zugeschrieben.

Aus der Resteverwertung einer Restaurantküche in Delhi wurde eines der bekanntesten Gerichte der Welt.

Zwei Familien, ein Streit

Wem die Erfindung gehört, ist bis heute umstritten: Die Nachfahren von Gujral und Jaggi schreiben sie jeweils dem eigenen Großvater zu. 2024 landete der Streit sogar vor dem Delhi High Court. Für Genießer ändert das wenig – es zeigt aber, wie viel dieses Gericht in Indien bedeutet.

Zwei Rezepte, ein Gericht: So entsteht Butter Chicken

Butter Chicken besteht eigentlich aus zwei Rezepten: gegrilltem Hähnchen und einer eigenständigen Sauce. Erst zusammen entsteht das typische Aroma.

1. Das Hähnchen: mariniert und im Tandoor gegart

Das Fleisch wird zuerst mariniert – klassisch in Joghurt mit Zitronensaft, Ingwer, Knoblauch, Salz, Garam Masala und Kashmiri-Chili. Der Joghurt macht das Hähnchen zart, das Kashmiri-Chili sorgt für die leuchtend rote Farbe, ohne viel Schärfe mitzubringen. Danach kommt das Hähnchen in den Tandoor. Der Lehmofen wird mehrere hundert Grad heiß: Die Hitze gart das Fleisch schnell, hält es innen saftig und gibt ihm außen die leicht angerösteten, rauchigen Stellen, die später den Geschmack der ganzen Sauce prägen.

2. Die Makhani-Sauce: Tomate, Butter, Sahne

Für die Sauce werden Tomaten mit Ingwer, Knoblauch und ganzen Gewürzen wie Kardamom, Nelken und Zimt langsam eingekocht, bis sie weich und samtig sind. Oft wird die Sauce danach passiert, damit sie ganz glatt wird. Butter und Sahne machen sie rund und cremig; viele Küchen binden sie zusätzlich mit fein gemahlenen Cashewnüssen oder Mandeln. Eine Prise Zucker gleicht die Säure der Tomaten aus.

3. Das Finish: Kasuri Methi

Zum Schluss kommen die gegrillten Hähnchenstücke in die Sauce und ziehen bei niedriger Hitze. Dazu ein letztes Stück Butter – und Kasuri Methi, getrocknete Bockshornkleeblätter. Zwischen den Handflächen zerrieben, geben sie dem Gericht seinen leicht bitteren, fast nussigen Duft, an dem man ein gutes Butter Chicken sofort erkennt. Wichtig ist sanfte Hitze: Sprudelnd gekocht würde die Sahne ausflocken.

Wie schmeckt Butter Chicken?

Butter Chicken ist eines der mildesten Currys der indischen Küche. Es schmeckt cremig und buttrig, mit feiner Süße und einer leichten Säure von der Tomate. Die Röstaromen aus dem Tandoor geben Tiefe, Garam Masala und Bockshornklee einen warmen Hintergrund. Genau diese Balance macht es zum perfekten Einstieg in die indische Küche – und zum Lieblingsgericht vieler Kinder.

Butter Chicken oder Chicken Tikka Masala?

Die beiden werden oft verwechselt, sind aber verschiedene Gerichte:

  • Butter Chicken stammt aus Delhi. Es ist milder, buttriger und cremiger und lebt vom Duft der Bockshornkleeblätter.
  • Chicken Tikka Masala gilt als britisch-indische Weiterentwicklung. Die Sauce enthält meist mehr Zwiebeln und Gewürze und schmeckt kräftiger, würziger und oft etwas schärfer.

Was passt zu Butter Chicken?

Die Sauce ist das Beste am Gericht – deshalb braucht es etwas, das sie aufnimmt:

  • Naan: Das weiche Fladenbrot aus dem Tandoor ist der Klassiker, pur oder mit Knoblauch.
  • Basmatireis: locker und duftend, ideal für die cremige Sauce.
  • Raita: Der kühle Joghurt erfrischt zwischen den Bissen.
  • Mango Lassi: Das süße Joghurtgetränk passt perfekt zur milden Würze.

Die Makhani-Familie: vegetarisch und mit Ente

Die Idee hinter Butter Chicken – eine samtige Sauce aus Tomate, Butter und Sahne – funktioniert nicht nur mit Hähnchen.

  • Dal Makhani ist die vegetarische Schwester aus derselben Küche in Delhi. Traditionell werden dafür schwarze Linsen und Kidneybohnen lange gekocht und mit Butter und Sahne verfeinert. Das Ergebnis ist cremig, erdig und für viele das beste Linsengericht Indiens.
  • Mit Ente wird aus der Makhani-Sauce ein kräftigeres, festlicheres Gericht: Das aromatische Entenfleisch verträgt die reiche Sauce besonders gut.
  • Paneer Butter Masala ist in Indien die bekannteste Variante für Vegetarier – mit indischem Frischkäse statt Fleisch.

Butter Chicken in aller Welt

Von Delhi aus hat Butter Chicken die Welt erobert. In Kanada, Australien und Großbritannien zählt es zu den bekanntesten indischen Gerichten überhaupt. In Kanada landet es sogar auf Pizza und in Poutine, in Australien und Neuseeland als Füllung in herzhaften Pies. Überall gilt dasselbe: Die milde, cremige Sauce ist für viele Menschen der erste Schritt in die indische Küche.

Butter Chicken bei Masalas

In unserer Küche in Berlin-Köpenick wird das Hähnchen mariniert und im Tandoor gegart, bevor es in die cremige Tomaten-Butter-Sauce mit Mandeln und Cashewnüssen kommt. Unser Fleisch ist halal, und wir kochen ohne Alkohol.

Die Schärfe bestimmen Sie: mild, wie es viele in Deutschland mögen – oder original indisch scharf. Schreiben Sie Ihren Wunsch einfach beim Bestellen in die Notiz.

Butter Chicken
Bei Masalas in Berlin-Köpenick

Butter Chicken

mit gewürzten Tandoori-Hähnchenstücke, Butter-Tomatensauce, Mandeln und Cashewnüssen

15,50 €Halal · ohne Alkohol

Allergene: Milch, Schalenfrüchte, Senf

Schärfe nach Wunsch: mild oder original indisch scharf – einfach beim Bestellen in die Notiz schreiben.

Jetzt bestellen

Häufige Fragen zu Butter Chicken

Ist Butter Chicken scharf?

Nein – im Original ist es eines der mildesten Currys. Wer es feuriger mag, bestellt es einfach original indisch scharf.

Was bedeutet Murgh Makhani?

Murgh heißt Huhn, makhani kommt von makhan, Butter – also „Huhn in Butter“.

Enthält Butter Chicken Nüsse?

Oft ja, denn viele Rezepte binden die Sauce mit Cashewnüssen oder Mandeln. Unser Butter Chicken enthält Mandeln und Cashewnüsse sowie Milchprodukte. Bei Allergien rufen Sie uns bitte vor der Bestellung an: 030 66068017.

Masalas · Berlin-Köpenick

Appetit bekommen?

Frisch gekocht, halal, geliefert oder zum Abholen. Mild oder original indisch scharf – ganz wie Sie mögen.

Masalas als App

Schneller bestellen und Ihre Bestellung live verfolgen.

Mehr aus dem Gerichte-Magazin

Alle Artikel
Menu WhatsApp Call Cart 0
0 Warenkorb ansehen —
0 Ihre Bestellung —